Das deutsche Gesundheitssystem

Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt. Es ist aber nicht leicht zu verstehen. Eine gute Erklärung bietet die Broschüre „Gesundheit Hand in Hand“, die in vielen verschiedenen Sprachen erhältlich ist.

Pflichtleistungen und Familienversicherung

Niemand soll durch Krankheit oder Unfall in finanzielle Not geraten. Deshalb gibt es in Deutschland die Versicherungspflicht: Wer hier lebt und arbeitet, muss krankenversichert sein. Dafür zahlt jeder einen monatlichen Beitrag an seine Krankenkasse. Im Gegenzug übernimmt die Krankenkasse die Kosten der medizinischen oder therapeutischen Behandlung. Das gilt aber nur für so genannte Pflichtleistungen, die im Gesetz festgelegt sind. In bestimmten Fällen müssen die Versicherten selbst einen Teil der Kosten zahlen (zum Beispiel für Medikamente).

Kinder sind in der Regel über die Eltern versichert. Diese Familienversicherung kann auch für Ehepartnerinnen und Ehepartner gelten, die nicht selbst berufstätig sind.

Hilfe für Menschen ohne Papiere

Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere sind nicht krankenversichert. Sie wissen deshalb im Notfall oft nicht, wer ihnen helfen soll. Deshalb gibt es den Verein MediNetzBonn. Er berät Flüchtlinge, die krank sind, und vermittelt sie an Ärztinnen, Ärzte oder andere helfende Personen – völlig vertraulich. MediNetzBonn ist unabhängig von Behörden und staatlichen Stellen.

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