Flüchtlinge in Bonn

In diesem Menüpunkt sind die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge und für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, aber auch für die professionelle Flüchtlingsarbeit sowie Links und weitere Informationen zusammengestellt. Einen Anspruch auf Vollständigkeit können wir nicht erheben. Weisen Sie uns also gerne auf Fehler oder Mängel hin. Eine vollständige Übersetzung aller Informationen ist uns leider nicht möglich.

Informationen für die Flüchtlingshilfe: Veranstaltungsreihe

Viele Bürgerinnen und Bürger in Bonn, Initiativen, Gemeinden, Vereine unterstützen und begleiten Flüchtlinge. Dabei entstehen immer wieder ganz praktische Fragen. Die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn bietet daher seit März einmal monatlich offene Informationsabende an für Bonnerinnen und Bonner in der Flüchtlingshilfe. Auch Hauptamtliche sind willkommen.

Die Veranstaltungen lassen ausdrücklich Zeit für Fragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Auftakt nach der Sommerpause befasste sich mit Veränderungen im Asylverfahren, im Aufenthaltsrecht, der Arbeitsmarktintegration und informierte über neue Wohnsitzauflagen. Unter dem Titel: Was bringt das neue Integrationsgesetz? gab Rechtsanwalt Jens Dieckmann, Spezialist im Asyl- und Ausländerrecht aus Bonn, am Montag, dem 29.08.2016 um 18:00 Uhr einen Überblick über die veränderte Rechtslage und den praktischen Auswirkungen. 

Am Donnerstag, den 06.10.2016 folgte um 18:00 Uhr ein Infoabend über die verschiedenen Bonner Anlaufstellen zur beruflichen Integration von Flüchtlingen. Referent/innen waren: Alexandra Leipold und Hafize Sağlam (KAUSA Servicestelle Bonn/Rhein-Sieg), Mona Kheir El Din (Willkommenslotsin bei der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg), Jashar Erfanian (Projekt "chance +" der Beratungsstelle Bonn des Kölner Flüchtlingsrates), Mohamed Ismaili (Help e.V.), Ralf Schäfer und Marc Merzhauser (Integration Point im Jobcenter Bonn).

Nach der Veranstaltung am Montag, 07. November 2016, 18:00 Uhr mit dem Titel
"Bei denen ist alles so traditionell !?" Rollenbilder von Familie, Mutter- und Vatersein bei Zugewanderten und hier mit Marlies Wehner (Fachstelle für interkulturelle Bildung und Beratunf - FiBB e.V.) und Michael Tunç (Technische Hochschule Köln, Soziale Arbeit), folgt im Dezember die letzte Infoveranstaltung in diesem Jahr:

Montag, 12. Dezember 2016, 18:00 Uhr
Die alte Heimat im Gepäck
Lebensbedingungen, Alltag und Kultur in ausgewählten Herkunftsländern

Referent:
Christian van den Kerckhoff, Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.
Veranstaltungsort: Stadthaus, Berliner Platz 2, Ratssaal (1. Etage)

Die Veranstaltung der Reihe „Informationen für die Arbeit in der Flüchtlingshilfe“ beschäftigt sich mit drei Herkunftsländern von Geflüchteten. Referent Christian van den Kerkhoff vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. stellt die Herkunftsländer Afghanistan, Eritrea und Syrien vor. Dabei werden besonders die Lebenswelten und die Fluchtgründe der jeweiligen Länder sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für das Leben in Deutschland dargestellt.

Anschließend besteht wie immer die Gelegenheit für Fragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Flüchtlingsschutz und Asylrecht

In Deutschland suchen viele Menschen Zuflucht, die in ihren Herkunftsländern verfolgt werden, die sich vor Bürgerkriegen in Sicherheit bringen oder deren Leben aus anderen Gründen massiv bedroht sind. Die gesetzliche Grundlage für die Aufnahme von Flüchtlingen ist zum einen der Artikel 16a des Grundgesetzes, demzufolge politisch Verfolgte Asylrecht genießen, aber auch die Genfer Flüchtlingskonvention, die bedrohten und verfolgten Menschen Flüchtlingsschutz zusichert. Wo diese Bestimmungen nicht greifen, bewahrt der so genannte subsidiäre Schutz Flüchtlinge vor drohenden Gefahren. Im Rahmen von Resettlement-Programmen sind in den letzten Jahren ebenfalls schutzbedürftige Menschen aufgenommen worden. Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge unter www.bamf.de. Auch das Kompetenzzentrum für Integration des Landes NRW informiert umfassend unter www.kfi.nrw.de.

Die Broschüre "Ablauf des deutschen Asylverfahrens" gibt einen Überblick über die einzelnen Aspekte des Asylverfahrens:

BAMF: Ablauf des Deutschen Asylverfahrens (Download Broschüre)

Der Flyer "Erstorientierung für Asylsuchende" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeigt schrittweise die wichtigsten Stationen im Ablauf des Asylverfahrens. Er steht in zahlreichen Sprachen zur Verfügung:

BAMF: Erstorientierung für Asylsuchende (Flyer)

Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge

Neu: Ankunftszentren

Die Bundesrepublik ist verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen. Sie werden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Bundesländer verteilt, die wiederum den Kommunen Flüchtlinge zuweisen. Angesichts der hohen Zahl von Flüchtlingen, die seit 2014 und insbesondere im Herbst und Winter 2015 eingereist sind, hat der Bund ebenso wie auch das Land NRW einige Bausteine des Verfahrens verändert, um einerseits Asylverfahren zu beschleunigen und effizienter zu gestalten, andererseits die Unterbringung zu erleichtern, die insbesondere die Kommunen vor riesige Herausforderungen und große Aufgaben gestellt hat.

Wichtiger Teil des neuen Konzeptes des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind die so genannten Ankunftszentren. Hier sollen viele Schritte im Asylverfahren gebündelt werden. Ziel des BAMF ist es, dass das gesamte Asylverfahren unter dem Dach des Ankunftszentrums stattfinden soll, von der ärztlichen Untersuchung über die Aufnahme der persönlichen Daten und die Identitätsprüfung, die Antragstellung und Anhörung bis hin zur Entscheidung über den Asylantrag. Behörden von Bund, Ländern und Kommunen müssen hierzu eng zusammenarbeiten. Beabsichtigt ist außerdem, dass Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten in Einrichtungen der Länder verbleiben und gar nicht mehr den Kommunen zugewiesen werden.

Auch in Nordrhein-Westfalen, das rund 21 % aller Asylbewerber in Deutschland aufnimmt, sind Ankunftszentren eingerichtet worden, nämlich in Bielefeld, Bonn, Dortmund, Mönchengladbach und Münster. Das Ankunftszentrum Bonn nahm im Mai seinen Betrieb auf. Zum Ankunftszentrum gehört eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW sowie eine Zentrale Ausländerbehörde (ZAB). Zuständig für die Betreuung sowie für die Beratung der Flüchtlinge sind Wohlfahrtsverbände im Auftrag des Landes NRW.

In das Ankunftszentrum in Bonn kommen Flüchtlinge aus einem großen Teil Nordrhein-Westfalens, das heißt, es ist nicht nur für Asylsuchende zuständig, die Bonn und den benachbarten Kreisen bereits zugewiesen wurden und teils seit weit über einem Jahr auf ihre Registrierung und/oder Anhörung im Asylverfahren warten.

Unterbringung der Flüchtlinge in Bonn 

Für die Unterbringung der Flüchtlinge, die der Stadt Bonn vom Land NRW zugewiesen werden, ist das Amt für Soziales und Wohnen zuständig. Derzeit leben 3.045 Asylbewerber/innen und Flüchtlinge aus über 40 Nationen dezentral im Stadtgebiet verteilt in Wohnheimen und anderen Unterkünften, die von der Stadt Bonn zur Verfügung gestellt werden (Stand: 30.11.2016). Andere sind bei Verwandten und Freunden untergekommen oder haben bereits eigene Wohnungen gefunden. Gut ein Drittel der Flüchtlinge, die von der Stadt untergebracht werden, stammen aus Syrien.

Für die neuen Flüchtlinge strebt die Stadt weiterhin grundsätzlich eine dezentrale Unterbringung an. Angesichts der allgemeinen Wohnungsknappheit, von der ja auch Studierende, Familien und andere Bevölkerungsgruppen betroffen sind, stößt sie aber an Grenzen. Ansprechpartner für die Anmietung von Unterkünften durch die Stadt Bonn sind das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) und das Amt für Soziales und Wohnen.

Auch Flüchtlinge, die nicht mehr von der Stadt unterzubringen sind, beispielsweise anerkannte Flüchtlinge oder syrische Flüchtlinge, die zunächst bei ihren Angehörigen untergekommen sind, benötigen dringend Wohnraum. Wer solchen Flüchtlingen eine Wohnung vermieten möchte, wendet sich bitte an die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn.

Adressen, Links und praktische Informationen

Auf diesen Seiten finden Sie:

Informationen zu den Öffnungs- und Beratungszeiten sind über die jeweiligen Links abrufbar. Viele Adressen finden Sie in diesem Portal auch im Menüpunkt Beratung und Hilfe.

Wenn Sie sich für Vorträge, Schulungen und andere Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe interessieren, erhalten Sie Terminhinweise im Veranstaltungskalender dieses Portals.

Nach oben Diese Seite drucken

Suche

[Previous Month] Dezember 2016 [Next Month]
Mo Di Mi Do Fr Sa So
48 28 29 30 1 2 3 4
49 5 6 7 8 9 10 11
50 12 13 14 15 16 17 18
51 19 20 21 22 23 24 25
52 26 27 28 29 30 31 1