Flüchtlinge in Bonn

In diesem Menüpunkt sind die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge, aber auch für ehrenamtliche Helfer/innen und professionelle Berater/innen zusammengefasst.

Da in der Flüchtlingspolitik und –hilfe derzeit viel in Bewegung ist und fast täglich neue Informationen hinzukommen, können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Weisen Sie uns aber gerne auf Fehler oder Mängel hin.

Aufgrund der Brisanz des Themas sind viele Beratungsstellen, Organisationen und städtische Stellen derzeit besonders gefordert. Sie arbeiten intensiv daran, eine angemessene Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Integration der Flüchtlinge sicherzustellen. Dies sollten Sie bei Anfragen an diese Stellen immer bedenken. Bitte haben Sie Verständnis und etwas Geduld, wenn die Bearbeitung länger als erwartet dauern sollte.

Bitte beachten Sie: Einige Informationen auf dieser Seite sind nicht mehr aktuell und werden derzeit überarbeitet!

Aktuelles in der Flüchtlingshilfe: Fortlaufende Veranstaltungsreihe

Viele Bürgerinnen und Bürger in Bonn unterstützen und begleiten Flüchtlinge. Dabei entstehen immer wieder ganz praktische Fragen. Die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn bietet daher seit März einmal monatlich offene Informationsabende an für Bonnerinnen und Bonner in der Flüchtlingshilfe. Auch Hauptamtliche sind willkommen.

Die Veranstaltungen lassen ausdrücklich Zeit für Fragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Auftakt nach der Sommerpause befasst sich mit der neuen rechtlichen Situation für Flüchtlinge und Asylbewerber. Das Integrationsgesetz hat alle parlamentarischen Hürden genommen und tritt im August 2016 in Kraft. Das Gesetz enthält komplexe Neuerungen zum Asylverfahren, zum Aufenthaltsrecht, zur Arbeitsmarktintegration und zu Wohnsitzauflagen.

Unter dem Titel: Was bringt das neue Integrationsgesetz? wird Rechtsanwalt Jens Dieckmann, Spezialist im Asyl- und Ausländerrecht aus Bonn, am Montag, den 29.08.2016 um 18:00 Uhr einen Überblick geben zu der mit dem Integrationsgesetz einhergehenden veränderten Rechtslage und deren praktischen Auswirkungen für die Arbeit mit MigrantInnen.

Nach einem Impuls von etwa 30-45 Minuten öffnen wir die Runde für Fragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Veranstaltungsort: Stadthaus, Berliner Platz 2, Ratssaal (1. Etage)
Zu dieser Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich!

Flüchtlingsschutz und Asylrecht

In Deutschland suchen viele Menschen Zuflucht, die in ihren Herkunftsländern verfolgt werden, die sich vor Bürgerkriegen in Sicherheit bringen oder deren Leben aus anderen Gründen massiv bedroht sind. Die gesetzliche Grundlage für die Aufnahme von Flüchtlingen ist zum einen der Artikel 16a des Grundgesetzes, demzufolge politisch Verfolgte Asylrecht genießen, aber auch die Genfer Flüchtlingskonvention, die bedrohten und verfolgten Menschen Flüchtlingsschutz zusichert. Wo diese Bestimmungen nicht greifen, bewahrt der so genannte subsidiäre Schutz Flüchtlinge vor drohenden Gefahren. Im Rahmen von Resettlement-Programmen sind in den letzten Jahren ebenfalls schutzbedürftige Menschen aufgenommen worden.

Der Flyer "Erstorientierung für Asylsuchende" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeigt schrittweise die wichtigsten Stationen im Ablauf des Asylverfahrens. Er steht in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch und Tigrinya zur Verfügung:

BAMF: Erstorientierung für Asylsuchende (Flyer)

Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge

Ankunftszentren

Der Bund ist verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen. Seit einigen Monaten verfolgt er dabei das Konzept des "Integrierten Flüchtlingsmanagements" mit dem Ziel, Asylverfahren zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Der wichtigste Baustein dieses Konzeptes sind die so genannten Ankunftszentren als zentrale erste Station für Geflüchtete. Hier werden viele Schritte im Asylverfahren gebündelt, die bis dato auf mehrere Stationen verteilt waren. Nach Möglichkeit findet das gesamte Asylverfahren unter dem Dach des Ankunftszentrums statt, von der ärztlichen Untersuchung durch die Länder, über die Aufnahme der persönlichen Daten und der Identitätsprüfung, der Antragstellung und Anhörung bis hin zur Entscheidung über den Asylantrag.

Auch in Nordrhein-Westfalen, das rund 21 % aller Asylbewerber in Deutschland aufnimmt, wird nun flächendeckend mit dem Integrierten Flüchtlingsmanagement gearbeitet. In den fünf Ankunftszentren Bonn, Dortmund, Mönchengladbach, Münster und Bielefeld, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aufgebaut hat, wird ein großer Teil der Asylverfahren in der Regel innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen. Das Ankunftszentrum Bonn nahm im Mai seinen Betrieb auf. Derzeit sind dort 60 Mitarbeitende eingesetzt.

Unterbringung der Flüchtlinge in Bonn 

Für die Unterbringung der Flüchtlinge, die der Stadt Bonn vom Land NRW zugewiesen werden, ist das Amt für Soziales und Wohnen zuständig. Derzeit leben 3.286 Asylbewerber/innen und Flüchtlinge aus 43 Nationen dezentral im Stadtgebiet verteilt in Wohnheimen und anderen Unterkünften, die von der Stadt Bonn zur Verfügung gestellt werden (Stand: 25.07.2016). Viele andere sind bei Verwandten und Freunden untergekommen oder haben eigene Wohnungen gefunden. Etwa ein Drittel der Flüchtlinge, die von der Stadt untergebracht werden, stammt aus Syrien.

Für die neuen Flüchtlinge strebt die Stadt weiterhin grundsätzlich eine dezentrale Unterbringung an. Angesichts der allgemeinen Wohnungsknappheit, von der ja auch Studierende, Familien und andere Bevölkerungsgruppen betroffen sind, stößt sie aber an Grenzen. Daher werden neben Wohnungen zunehmend auch größere Häuser gesucht, um die Flüchtlinge beherbergen zu können. Ansprechpartner für die Anmietung von Unterkünften durch die Stadt Bonn sind das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) und das Amt für Soziales und Wohnen.

Auch Flüchtlinge, die nicht mehr von der Stadt unterzubringen sind, beispielsweise anerkannte Flüchtlinge oder syrische Flüchtlinge, die zunächst bei ihren Angehörigen untergekommen sind, benötigen dringend Wohnraum. Wer solchen Flüchtlingen eine Wohnung vermieten möchte, wendet sich bitte an die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn.

Adressen, Links und praktische Informationen

Auf diesen Seiten finden Sie:

Informationen zu den Öffnungs- und Beratungszeiten sind über die jeweiligen Links abrufbar. Viele Adressen finden Sie in diesem Portal auch im Menüpunkt Beratung und Hilfe.

Wenn Sie sich für Vorträge, Schulungen und andere Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe interessieren, erhalten sie Terminhinweise im Veranstaltungskalender dieses Portals.

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