Mitwirkung von Eltern in Kindergarten und Schule

Aktive Eltern im Kindergarten

Die Familie und die Kindertageseinrichtung sind besonders prägend für die Entwicklung des Kindes. Deshalb sollen Eltern und Kindergarten nach dem Kinderbildungsgesetz eng zusammenarbeiten. Elternmitarbeit im Kindergarten kann bedeuten, dass Mütter oder Väter sich im Elternrat engagieren, an Versammlungen teilnehmen oder pädagogische Konzepte diskutieren. Die Mitwirkung kann aber auch ganz praktischer Art sein, wenn Eltern zum Beispiel im Rahmen einer Veranstaltung für die Kinder kochen, den Spielplatz gestalten oder renovieren.

Mitwirkung heißt auch, dass die Eltern eingeladen sind, Elemente aus ihrer Kultur in den Alltag des Kindergartens oder der Schule einzubringen. Denkbar sind zum Beispiel die Feier des Zuckerfestes oder eines chinesischen Sommerfestes oder eine Projektwoche zum Thema Sprachen.

Elternmitwirkung an Schulen

Das Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen schafft den Rahmen für die Mitwirkung der Eltern, aber auch der Schülerinnen und Schüler. Das Gesetz sieht bestimmte Formen der Elternmitwirkung vor, durch die Väter und Mütter auf allen Ebenen des Schullebens beteiligt werden. Diese Mitwirkung beginnt mit der Teilnahme an Elternabenden in den einzelnen Klassen, zu denen schriftlich eingeladen wird. Diese Versammlung der Eltern aller Schülerinnen und Schüler, die zu einer Klasse gehören, nennt man auch Klassenpflegschaft. Beim ersten Elternabend zu Beginn eines jeden Schuljahres entscheidet eine Wahl darüber, wer den Vorsitz der Klassenpflegschaft übernimmt. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter gewählt. Die Vorsitzenden aller Klassenpflegschaften einer Schule bilden wiederum die Schulpflegschaft. Sie vertritt die Interessen der Eltern bei der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Das oberste Mitwirkungsgremium einer Schule ist die Schulkonferenz. In ihr sitzen neben der Schulleitung die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Lehrer, Eltern und Schüler.

Doch auch über die einzelne Schule hinaus findet Mitwirkung statt. In Bonn werden die Interessen von Eltern schulpflichtiger Kinder von der Stadtschulpflegschaft vertreten.

Lehrer und Eltern tauschen sich aus

Jedes Kind hat seine eigene Art zu lernen. Lernerfolge können vom Sprachniveau abhängen, von der Art der Intelligenz, von persönlichen Neigungen oder der Konzentrationsfähigkeit eines Kindes. Damit diese Voraussetzungen richtig erkannt werden, ist der regelmäßige Austausch zwischen den Eltern und der Lehrerin oder dem Lehrer sehr wichtig. Lernfortschritte lassen sich besser fördern, wenn Eltern und Schule zusammenarbeiten.

Die Elternmitarbeit in der Schule kann unter anderem so aussehen:

  • regelmäßige Teilnahme an Elternsprechtagen und Elternabenden,
  • Mitwirkung in der Klassenpflegschaft, der Schulpflegschaft oder in anderen Gremien der Schule (entsprechend dem Schulgesetz),
  • Austausch mit anderen Eltern bei einem Elternstammtisch,
  • Unterstützung der Lehrkräfte bei Ausflügen und Klassenfahrten,
  • Mithilfe bei der Organisation von Festen und Feiern.

Durch ihre Beteiligung am Schulleben und ihr Interesse am Unterricht unterstützen Eltern die Entwicklung ihrer Kinder. Ihre Mitwirkung und Mitarbeit stärkt den sozialen Zusammenhalt in der Klasse und trägt dazu bei, dass die Kinder zufriedener in der Schule sind.

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