Ausstellung im Stadthaus macht das Rucksack-Projekt bekannt

Foto: Jutta Schäfer (Kommunales Integrationszentrum)

Fast 100 bunt bemalte Holzpuppen sind bis 25. Mai im Stadthausfoyer zu sehen.   Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf, zeigt bis zum 25. Mai im Stadthausfoyer die interkulturelle Ausstellung "Das bin ich! - Bonner Kinder und Eltern gestalten ihre Wertewelt".

Rund 100 Mütter, die als Migrantinnen am "Rucksack-Projekt" teilnehmen, haben gemeinsam mit ihren Kindern Holzpuppen gestaltet. Die Puppen zeigen, welche Werte die Familien mit Blick auf ihre Erziehungsaufgabe für wichtig erachten. Sie stehen auf einem Teppich aus Puzzleteilen. Auf diesen Puzzleteilchen haben die Mütter ihre Wünsche und Vorstellungen für ihre Kinder dargestellt. Eine Seite jedes Puzzlestücks bleibt unbemalt, um zu zeigen, dass es in aller kulturellen Vielfalt und Individualität auch etwas Gemeinsames gibt: Die guten Wünsche, die die Eltern für ihre Kinder haben." Auf diese Weise bildet die Ausstellung einen Beitrag zu mehr Toleranz und Offenheit in der Stadt und verstärkt die positive Wahrnehmung des Rucksack-Programms in der breiten Öffentlichkeit", kommentiert Bürgermeister Helmut Joisten, der die Ausstellung am Montag eröffnete.

Das Rucksackprojekt
Das Rucksack-Programm ist ein Projekt zur Sprachförderung und Elternbildung im Elementarbereich, das seit 2006 durch den Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf, an städtischen Kindertagesstätten durchgeführt wird. Es fördert die Mehrsprachigkeit der Migrantenkinder und es stärkt die Erziehungskompetenz und das Selbstwertgefühl der Mütter. Elternbegleiter treffen sich regelmäßig mit den Müttern in den Kindertagesstätten und bearbeiten verschiedene Themen mit Bezug zum kindlichen Alltag. Die Übungen umfassen Aktivitäten wie Spielen, Basteln, Malen, Singen, Erzählen. Das aktuelle Thema, das die Mütter zuhause mit den Kindern in ihrer Muttersprache behandeln - sie nehmen es in ihrem Rucksack aus der Einrichtung mit nach Hause -, wird parallel dazu in der Kindertagesstätte mit den Kindern auf Deutsch besprochen. Aktuell werden rund 100 Mütter in 14 "Rucksackgruppen" betreut.

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