24.10.2016

Bürgerinformationen zu Wohncontaineranlagen für Flüchtlinge

Menschen unterzubringen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen und nach Bonn gekommen sind, ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen der Bonner Stadtgesellschaft. Derzeit bietet die Stadt Bonn 3130 Flüchtlingen in städtischen Unterkünften ein Dach über dem Kopf. Da einige dieser Unterkünfte nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen und teilweise keine Unterbringung von Menschen über einen längeren Zeitraum erlauben, muss die Stadt hier Ersatz schaffen. Gleichzeitig gilt es, die Belegung in diesen Einrichtungen zu entspannen und mit Augenmaß Reserven zu schaffen, sollten die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen. Daher errichtet die Stadtverwaltung derzeit auf städtischen Grundstücken fünf Wohncontaineranlagen für Flüchtlinge.

Über diese Unterbringung unterrichtet die Stadt bei Bürgerinformationen bzw. einem Tag der offenen Tür und beantwortet Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Bei den Bürgerinformationen werden die Bürgerinnen und Bürger u.a. über das Sicherheits- und Betreuungskonzept in den Unterkünften informiert, zu einem späteren Zeitpunkt wird es jeweils noch einen Tag der offenen Tür vor Bezug der Unterkünfte geben.

Standort Buschdorf

Im November sollen zunächst 70 Geflüchtete die Wohncontainer-Anlage in der Otto-Hahn-Straße/Ecke Schlesienstraße in Buschdorf beziehen, die für bis zu 166 Personen bietet. Wer sich einen eigenen Eindruck von den Unterkünften verschaffen will, ist dazu am Montag, 24. Oktober, zwischen 18 und 20 Uhr eingeladen. Eine Bürgerinformation zu dem Standort hatte bereits am 29. September stattgefunden.

Standort Rheinweg

Voraussichtlich ab Januar 2017 werden bis zu 240 Flüchtlinge in der Wohncontaineranlage am Rheinweg-Süd, zwischen Rheinweg, Moselweg und der Bahnlinie, unterkommen. Die entsprechende Bürgerinformation beginnt am Mittwoch, 26. Oktober, um 19 Uhr in der Turnhalle des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, Ollenhauerstraße 5.

Standort Reuterpark

Im Umfeld des Reuterparks entsteht eine weitere Containeranlage. Sie soll voraussichtlich ab Januar 2017 bis zu 240 Menschen Platz bieten. Die Anwohnerinnen und Anwohner sind am Donnerstag, 3. November, um 19 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Lutherkirchengemeinde, Kurfürstenstraße 20, zu einer Bürgerinformation eingeladen.

Standorte in Beuel

Am Montag, 7. November, ab 19 Uhr informiert die Stadtverwaltung im Gemeindesaal des Pfarrzentrums am Adelheidisplatz 13 über die beiden Containerstandorte in Beuel. Diese Anlagen entstehen an der Siegburger Straße/Ecke Zufahrt zur Gesamtschule und zwischen der Straße Am Herz-Jesu-Kloster und der Autobahn 59. Ein Bezug ist ebenfalls Anfang 2017 vorgesehen. An der Siegburger Straße werden bis zu 240 Flüchtlinge untergebracht, am Herz-Jesu-Kloster bis 170 Flüchtlinge.

Nutzungsdauer von drei Jahren

Die Stadt kann die genannten fünf Wohncontainerstandorte drei Jahre lang betreiben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 20 Millionen Euro. Die Grundstücke gehören zum so genannten "Block 0". Um weitere Unterkünfte schaffen zu können, sollte der Flüchtlingsstrom wieder ansteigen (seit Aschermittwoch hat Bonn keine neuen Flüchtlinge zugewiesen bekommen), bereitet das Städtische Gebäudemanagement (SGB) deshalb derzeit sogenannte funktionale Ausschreibungen für die Standorte des Blocks 1 vor. Dazu gehören: südliche Hammstraße in Geislar, südlich des Schießbergweges in Ramersdorf, nordwestlich des Mendener Wegs in Vilich-Müldorf, Gerhart-Hauptmann-Straße in Dransdorf, An der Burg Medinghoven in Duisdorf und am Heizkraftwerk Süd in Dottendorf. Dabei wird keine bestimmte Unterbringungsart vorgegeben, die Bieter sind frei, etwas vorzuschlagen, ob Container, Holzhäuser etc. Da sich im Augenblick kein Bedarf für diese temporären Unterbringungsmöglichkeiten abzeichnet, sollen diese Grundstücke auf Vorrat gehalten und erst dann an den Markt gebracht werden, wenn sich ein zusätzlicher Bedarf abzeichnet.

Die Verwaltung sucht aber auch weiterhin parallel nach festen Gebäuden zur Unterbringung, da diese eine deutlich bessere Alternative zu Containern darstellen.

Quelle: Stadt Bonn, Presseamt

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