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Menschen mit Migrationshintergrund

Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für Menschen mit Migrationshintergrund. Manche sprechen von Migrantinnen und Migranten, andere von Zuwanderern oder von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Damit sind Menschen gemeint, die im Ausland geboren und nach 1949 in Deutschland eingewandert sind oder Menschen mit einem Elternteil, der im Ausland geboren und nach 1949 in dieses Land gekommen ist. Einen Migrationshintergrund haben Eingebürgerte, Ausländerinnen und Ausländer, Flüchtlinge, Aussiedlerinnen und Aussiedler und deren Kinder sowie Kinder aus Familien, in denen beide Elternteile unterschiedliche Nationalitäten haben. In Bonn liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung bei rund 25%.

Die Gesamtgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund ist alles andere als einheitlich. Zu ihr gehören Personen aus den früheren An­werbeländern (auf die der alte Begriff „Gastarbeiter“ längst nicht mehr zutrifft), Aussiedlerinnen und Aussiedler, Flüchtlinge, EU-Bürgerinnen und -bür­ger und nachgezogene Familienmitglieder. Zukünftig werden es außerdem immer mehr Men­schen sein, die als Arbeitskräfte im Rahmen der EU-Freizügigkeit nach Deutschland kommen sowie Hochqualifizierte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. Große Unterschiede gibt es zum Beispiel im Hinblick auf den aufenthaltsrechtlichen Status und die Gründe der Einreise von Menschen mit Migrationshintergrund. Ihr Bildungsstand und ihre beruflichen Qualifikationen sind ähnlich vielfältig wie bei den hier geborenen Deutschen.

Minijob

Bei einem 450-Euro-Job oder Minijob handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung. Von Minijob wird gesprochen, wenn das Einkommen aus dieser Tätigkeit regelmäßig 450 Euro im Monat nicht übersteigt. Es kann Ausnahmen von dieser "Regelmäßigkeit" geben, zum Beispiel, wenn der Minijobber eine Urlaubsvertretung übernimmt und dadurch in einem Monat ausnahmsweise einmal mehr verdient. Im Jahresdurchschnitt sollte die Verdienstgrenze von 450 Euro Grenze allerdings nicht überschritten werden.

Für einen Minijob muss der Arbeitnehmer keine Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Der Arbeitgeber hingegen zahlt einen pauschalen Betrag in die Kranken- und die Rentenversicherung des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin ein.

Neue Minijobs sind seit 1. Januar 2013 grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Auch der Arbeitnehmer muss sich an den Beiträgen zur Rentenversicherung beteiligen, indem er den Beitrag seines Arbeitgebers aus eigenen Mitteln aufstockt. Dadurch erwirbt er u.a. vollwertige Beitragszeiten in der Rentenversicherung. Diese Beitragspflicht gilt nicht für ältere "400-Euro-Jobs", die schon vor 2013 begonnen wurden.

Menschen mit Minijobs sind Teilzeitbeschäftigte, die grundsätzlich die gleichen Arbeitnehmerrechte wie Vollzeitbeschäftigte genießen. Das bedeutet unter anderem, dass auch sie einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub, Mutterschutz und Elternzeit haben und dass auch für sie der gesetzliche Kündigungsschutz gilt.

Weitere Informationen:
Bundesagentur für Arbeit: Minijobs

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