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Sorgerecht

Das Sorgerecht (auch elterliche Sorge) bezeichnet alle Rechte und Pflichten der Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern. Das Sorgerecht umfasst die Verantwortung für die persönlichen Belange des Kindes, also zum Beispiel Erziehung, Gesundheit, Ernährung, Aufenthalt und Umgang. Zudem sind die Eltern zur Verwaltung des Vermögens ihres Kindes verpflichtet. Wer das Sorgerecht hat, kann für das Kind Rechtsgeschäfte vornehmen und seinen Wohnort bestimmen. Verheiratete Eltern sind gemeinsam sorgeberechtigt, nicht verheiratete Eltern können eine gemeinsame Sorgeerklärung beurkunden lassen.

Bei nicht verheirateten Eltern war eine gemeinsame Sorgeerklärung in der Vergangenheit von der Zustimmung der Mutter abhängig. Sie konnte den Vater von der gemeinsamen Sorge des Kindes ausschließen. Am 3. August 2010 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass dies eine Benachteiligung lediger Väter bedeutet, die dem Grundgesetz widerspricht. Nach dem Urteil des Bundesverfassungerichtes kann ein lediger Vater, dem die Mutter des Kindes die gemeinsame Sorge verweigert, diese Entscheidung zukünftig durch ein Familiengericht überprüfen lassen. Die Bundesregierung will diesem Urteil durch eine gesetzliche Neuregelung folgen.  

Weitere Informationen:
Bundesstadt Bonn: Elterliche Sorge

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