Wörterbuch

Begriff im Wörterbuch suchen:

eingetragene Lebenspartnerschaft

Zwei Menschen des gleichen Geschlechts können in Deutschland seit dem 1. August 2001 eine so genannte Lebenspartnerschaft begründen und eintragen lassen. Durch diese Verbindung erhalten gleichgeschlechtliche Paare ähnliche Rechte und Pflichten, wie sie in einer Ehe zwischen Mann und Frau bestehen. So können sie einen gemeinsamen Familiennamen wählen und sind einander zum Unterhalt verpflichten. Zuständig für die Beurkundung der Lebenspartnerschaft sind in Nordrhein-Westfalen die Standesämter.

Weitere Informationen:
Bundesstadt Bonn: Lebenspartnerschaft

Einschulung

Die Aufnahme eines Kindes in die erste Klasse der Grundschule nennt man Einschulung. Sie findet in der Regel am zweiten Schultag nach den Sommerferien statt. Wenn ein Kind zu Beginn eines Schuljahres schon sechs Jahre alt ist, ist es schulpflichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen gehen aber auch Fünfjährige schon zur Schule. Der genaue Zeitpunkt der Einschulung wird anhand eines Stichtages bestimmt. Dieser Stichtag wird in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren schrittweise nach hinten verschoben. Mit anderen Worten: Immer mehr Kinder werden in den nächsten Jahren schon mit fünf Jahren eingeschult. Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Zurückstellung (das heißt eine spätere Einschulung im darauf folgenden Jahr) möglich machen. So kann es „erhebliche gesundheitliche Gründe“ geben, die für eine solche Zurückstellung sprechen.

Weitere Informationen:
Schulministerium NRW: Fragen und Antworten zur Einschulung

Elterngeld

Neben Mutterschutz- und Kindergeld gibt es eine weitere finanzielle Unterstützung für junge Familien: das Elterngeld.

Elterngeld erhalten alle Eltern, die ihr Kind in den ersten Monaten nach der Geburt vorrangig selbst betreuen und erziehen und die deshalb nicht voll arbeiten. Ein Elternteil alleine kann höchstens für 12 Monate Elterngeld bekommen. Ein Anspruch auf zwei weitere Monatsbeiträge besteht dann, wenn sich auch das andere Elternteil zwei Monate lang vorrangig um die Betreuung und Erziehung des Kindes kümmert und deshalb auf Einkommen verzichtet. Gemeinsam können Mutter und Vater also Elterngeld für die Dauer der ersten 14 Monate nach der Geburt ihres Kindes erhalten.

Das Elterngeld ersetzt einen Teil des Einkommens, das vor der Geburt des Kindes erzielt wurde und während der Betreuungszeit wegfällt. Das Elterngeld beträgt mindestens 300 € und höchstens 1.800 € im Monat. Eltern, die vor der Geburt des Kindes kein Arbeitseinkommen hatten, erhalten 300 € Elterngeld.

Auch Bürgerinnen und Bürger mit ausländischem Pass können das Elterngeld beantragen. Voraussetzung ist, dass sie nicht nur vorübergehend in Deutschland leben und einen Aufenthaltstitel haben, der zu einer Erwerbstätigkeit berechtigt ("qualifizierter Aufenthaltstitel").

Bei Eltern, die Leistungen vom Jobcenter bekommen ("Hartz-IV-Empfänger"), wird das Elterngeld voll als Einkommen angerechnet. Sie gewinnen also finanziell nichts hinzu. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag. Dieser Freibetrag beträgt höchstens 300 € und steht diesen Eltern zusätzlich zu den genannten Sozialleistungen zur Verfügung.

Der Antrag für das Elterngeld muss in Bonn beim Amt für Kinder, Jugend und Familie gestellt werden. Die Antragstellung ist frühestens am Tag der Geburt des Kindes möglich. Sie sollte spätestens drei Monate nach der Geburt erfolgen, damit kein Elterngeld verloren geht.

Weitere Informationen:
Bundesstadt Bonn: Elterngeld und Elternzeit

Elternzeit

Die Elternzeit gibt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit, nach der Geburt ihres Kindes von der Arbeit freigestellt zu werden. Auf diese unbezahlte Freistellung haben Eltern einen Rechtsanspruch. Die Elternzeit (früher: Erziehungsurlaub) dauert maximal drei Jahre. Mutter und Vater können gleichzeitig oder nacheinander in Elternzeit gehen. Sie haben währenddessen die Möglichkeit, bis zu 30 Stunden in der Woche Teilzeitarbeit zu leisten.

Weitere Informationen:
Bundesstadt Bonn: Elterngeld und Elternzeit

EU-Osterweiterung

Die so genannte EU-Osterweiterung im Jahr 2004 war die bis heute größte Erweiterung der Europäischen Union. Der Beitrittsvertrag trat am 1. Mai 2004 in Kraft. Da die Volksabstimmungen in allen unterzeichnenden Ländern positiv ausgingen, traten an diesem Tag folgende Länder bei: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Bei der nächsten Erweiterung am 1. Januar 2007 kamen noch Bulgarien und Rumänien hinzu. Heute hat die EU 28 Mitgliedstaaten. In rechtlicher Hinsicht sind noch nicht alle Angehörigen der neuen EU-Staaten den übrigen Bürgerinnen und Bürger der Gemeinschaft gleichgestellt. So ist die Freizügigkeit für Arbeitnehmer/innen aus den neuen EU-Staaten in den ersten sieben Jahren nach dem Beitritt noch eingeschränkt. Dies betrifft derzeit noch Bulgarien und Rumänien.

Weitere Informationen:
Europäische Länder

Europäische Union

Die Europäische Union (EU) ist eine wirtschaftliche und politische Gemeinschaft von 28 demokratischen europäischen Staaten. Gemeinsame Ziele sind Frieden, Wohlstand und Freiheit für rund 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Durch die EU sind in Europa viele Dinge möglich geworden: zum Beispiel Reisen und Handel ohne Grenzen, der Euro als gemeinsame europäische Währung, Verbesserungen beim Verbraucherschutz, ein höherer Lebensstandard in den ärmeren Regionen und ein gemeinsames Vorgehen gegen Verbrechen und Terrorismus. Die Organe der EU sind: das Europäische Parlament (als gewählte Vertretung der Bürger Europas), der Rat der Europäischen Union (als Vertretung der nationalen Regierungen) sowie die Europäische Kommission (als Vertreterin der gemeinsamen Interessen der EU).

Weitere Informationen:
Europa

Existenzgründer / Existenzgründerin

Als Existenzgründer oder Existenzgründerin bezeichnet man einen Menschen, der sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen will. Am Anfang der Unternehmensgründung steht eine Geschäftsidee, die umgesetzt werden soll. Dabei überlegt sich die Gründerin oder der Gründer genau, wie der Start des Unternehmens gelingen kann. Existenzgründungen werden durch eine Reihe von Förderprogrammen der Bundesländer, der Bundesregierung und der EU erleichtert. Auch die Banken beraten ausführlich dazu. Kredite erteilen die Banken normalerweise nur dann, wenn der vorgelegte Geschäftsplan sie überzeugt.

Weitere Informationen:
Existenzgründungsportal

Einträge 1 bis 7 von 7

 Diese Seite drucken

Suche

[Previous Month] Mai 2019 [Next Month]
Mo Di Mi Do Fr Sa So
18 29 30 1 2 3 4 5
19 6 7 8 9 10 11 12
20 13 14 15 16 17 18 19
21 20 21 22 23 24 25 26
22 27 28 29 30 31 1 2
Weiterempfehlen: E-MailFacebookTwitter