Wohngeld

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Kosten für Wohnraum. Er wird an Haushalte gezahlt, deren Einkommen zu gering ist, um die gesamten Wohnkosten zu tragen. Wohngeld gibt es

  • als Mietzuschuss für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers oder für Bewohner eines Heimes,
  • als Lastenzuschuss für Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung, sofern sie selbst darin wohnen.

Wohngeld muss schriftlich beantragt werden. Wann die Leistung beginnt, hängt vom Zeitpunkt der Antragstellung ab. Das Wohngeld wird grundsätzlich ab dem Ersten des Monats bewilligt, in dem der Antrag bei der Wohngeldstelle eingeht.

In der Regel wird das Wohngeld für einen Zeitraum von 12 Monaten bewilligt. Wenn auch danach noch Wohngeld gezahlt werden soll, muss ein neuer Antrag gestellt werden. Für die Bearbeitung des vollständigen Antrags sind etwa 8-12 Wochen erforderlich. Man sollte also etwa zwei Monate vor dem Ende des Bewilligungszeitraums einen neuen Antrag stellen, damit das Wohngeld ohne Unterbrechung gezahlt werden kann.

Wer hat Anspruch auf Wohngeld?

Ob jemand Anspruch auf Wohngeld hat, hängt ab

  • von der Zahl der Familienmitglieder, die zum Haushalt gehören,
  • vom monatlichen Gesamteinkommen des Haushalts,
  • von der Höhe der Miete oder (bei selbst genutztem Wohneigentum) von der Höhe der monatlichen Belastung.

Die Miete oder Belastung kann bei der Berechnung des Wohngeldes nur bis zu einem bestimmten Betrag berücksichtigt werden. Auch für das Einkommen gelten Höchstgrenzen, die gesetzlich festgelegt sind. Wenn das Einkommen über dem maßgeblichen Grenzwert liegt, wird kein Wohngeld gezahlt.

Es gibt eine ganze Reihe von Soziallleistungen, bei denen die Kosten für Wohnung und Heizung „automatisch“ berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Leistungen nach dem SGB II),
  • Sozialhilfe (Leistungen nach dem SGB XII),
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Wer solche Leistungen erhält, hat keinen Anspruch auf Wohngeld.

Ebenfalls keinen Anspruch auf Wohngeld haben Empfänger von Ausbildungsförderung nach dem BAföG und von Berufsausbildungsbeihilfe.

Berechnung auf Probe

Möchten Sie wissen, ob Sie einen Anspruch auf Wohngeld haben? Dann können Sie sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngeldstelle wenden. Diese können eine unverbindliche Probeberechnung vornehmen.

Zuständige Stelle

Bundesstadt Bonn
Amt für Soziales und Wohnen
Wohngeldstelle
Stadthaus
Berliner Platz 2
53111 Bonn
E-Mail: wohngeld@bonn.de

Sie finden die Wohngeldstelle im Stadthaus auf der Etage 3 C. Gesprächstermine müssen vorher mit der zuständigen Sachbearbeiterin oder dem Sachbearbeiter vereinbart werden. Eine Liste aller Ansprechpartner/innen in der Wohngeldstelle finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Bonn.

Gerne können sie den Antrag auch mit den entsprechenden Anlagen an die genannte Adresse senden oder im Stadthaus oder in einer der Bezirksverwaltungsstellen abgeben.

Öffnungszeiten

Beratungen durch eine Sachbearbeiterin oder einen Sachbearbeiter sind nur nach Terminvereinbarung möglich. Termine sind möglich zu folgenden Zeiten:
Montag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr,
Dienstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr.
Mittwochs ist die Wohngeldstelle geschlossen.

Benötigte Unterlagen

Für den Antrag auf Mietzuschuss und den Antrag auf Lastenzuschuss gibt es unterschiedliche Formulare, die im Internet abrufbar sind. Zusätzlich zum ausgefüllten Antrag benötigen Sie Nachweise

  • über Ihr Einkommen und das Einkommen der anderen Familienmitglieder in Ihrem Haushalt,
  • über die Höhe Ihrer Miete oder die Höhe der Belastung für Ihr Wohneigentum.

Welche Nachweise das in Ihrem Fall genau sind, erfahren Sie beim Amt für Soziales und Wohnen (Wohngeldstelle).

                           

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