4. Integrationskonferenz der Bundesstadt Bonn

Freitag, 20. März 2015
16.30 - 21.30 Uhr
Altes Rathaus/Markt
53111 Bonn

Flyer zur Integrationskonferenz 2015
Anmeldevordruck zur Integrationskonferenz 2015

Einladung

Erneut steht Integration im Fokus der Öffentlichkeit. Die Aufmerksamkeit richtet sich aktuell vor allem auf Flüchtlinge und EU-Zuwanderer, auf die Rolle der Religionen und auf gewaltbereiten Salafismus. Zugleich werden Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft vermehrt thematisiert.

Zu diesen, aber auch zu vielen anderen Themen im breiten Handlungsfeld Integration müssen wir auch in unserer Stadt inhaltliche Positionen und Maßnahmen diskutieren und weiterentwickeln. Daher laden wir Sie herzlich zur 4. Integrationskonferenz der Stadt Bonn ein, die in diesem Jahr den Auftakt zur Fortschreibung des kommunalen Integrationskonzeptes bilden wird.

Das erste Integrationskonzept der Stadt Bonn wurde im Jahr 2010 vom Rat beschlossen und 2012 um einen Sachstandsbericht ergänzt. Unter Einbeziehung der  Akteure der Bonner Integrationsarbeit soll es nunmehr 2015 weiterentwickelt werden. Wir freuen uns daher auf Ihre Anregungen und Vorschläge.

Die Integrationskonferenz greift acht Schwerpunktthemen auf und berücksichtigt dabei sowohl aktuell diskutierte Themen als auch wesentliche Fachthemen der Integration. Bitte nutzen Sie die Konferenz auch zum Austausch und zur Kontaktpflege. Eingeladen sind alle, die sich in Bonn haupt- oder ehrenamtlich für Vielfalt, Integration und Partizipation einsetzen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Programm und Zeitplan

16.00 Uhr: Anmeldung

Ankunft, Kaffee und Tee

16.30 Uhr: Eröffnung

Gabriele Klingmüller
Bürgermeisterin der Stadt Bonn

Thorsten Klute
Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Coletta Manemann
Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn

17.30–18.45 Uhr: Workshops 1 bis 4 (parallel)

  • Workshop 1: Sprachliche Bildung in Familie und Kita
  • Workshop 2: Antidiskriminierungsarbeit gestern und heute
  • Workshop 3: Jugendliche an der ersten Schwelle zum Arbeitsmarkt
  • Workshop 4: Flüchtlinge in Bonn

19.00 - 20.15 Uhr: Workshops 5 bis 8 (parallel)

  • Workshop 5: Sprachliche Bildung in Schule und Berufsvorbereitung
  • Workshop 6: Empowerment gegen Rassismus und Diskriminierung
  • Workshop 7: Berufliche Integration von erwachsenen Zuwanderern
  • Workshop 8: Interreligiöser Dialog in Bonn

20.15 - 21.30 Uhr: Ausklang mit Imbiss

Informationen zu den Workshops

Workshop 1
Sprachliche Bildung in Familie und Kita

mit Livia Daveri (Referentin für Sprachbildung im Kindesalter), Achim König (Verband binationaler Familien und Partnerschaften), Marlies Wehner (Fachstelle für interkulturelle Bildung und Beratung FiBB e.V.)

Sprachliche Bildung in den ersten Lebensjahren beinhaltet das grundsätzliche Erlernen einer oder mehrerer Sprachen in der Familie und wird durch Sprechkontakte und Sprachbildungsprogramme in Kindertageseinrichtungen fortgesetzt. Was sind die besonderen Herausforderung und was gute Rahmenbedingungen für gelingende sprachliche Bildung? Im Workshop kommen erfahrene Akteure in der Umsetzung und fachlichen Ausgestaltung von mehrsprachigen und interkulturellen Sprachbildungsprogrammen zu Wort. 

Workshop 2
Antidiskriminierungsarbeit gestern und heute

mit Marie Theres Aden-Ugbomah (Pädagogisches Zentrum Aachen e.V., GleichBehandlungsBüro)

Nach einem Überblick über die Geschichte und die aktuellen Handlungsfelder der Antidiskriminierungsarbeit in NRW werden Wege zu einer Antidiskriminierungskultur in Bonn gemeinsam diskutiert. Was kann in Bonn geleistet werden? Welche Prioritäten müssten in einem lokalen Aktionsplan gegen Rassismus gesetzt werden? Wie kann vernetzte Zusammenarbeit gegen Diskriminierung gelingen? 

Workshop 3
Zwischen Hoffnung und Resignation: Jugendliche an der ersten Schwelle zum Arbeitsmarkt

mit Wolfgang Küpper (Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung, Schulsozialarbeit), Margarete Lützenkirchen (Heimstatt e.V. Bonn, Jugendmigrationsdienst), Christoph Pauly (GKN Sinter Metals GmbH), Joachim Wittbrodt (Schulamt der Stadt Bonn, Regionales Bildungsbüro)

Die Entwicklung scheint positiv zu sein: immer mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund erreichen höhere Schulabschlüsse und studieren. Und wer eine Ausbildung anstrebt, profitiert von dem Mangel an Nachwuchskräften, der sich in vielen Branchen zeigt. Doch unverändert gibt es eine große Zahl von Jugendlichen, die ohne eine intensive Unterstützung und Förderung keins dieser Ziele erreichen würden. Was brauchen sie? Welche Instrumente im Übergang Schule/Beruf haben sich bewährt und wo fehlen Angebote? 

Workshop 4
Flüchtlinge in Bonn

mit Gabriele Al-Barghouthi (Caritasverband für die Stadt Bonn, Haus Mondial - Fachdienst für Integration und Migration), Carmen Martinez Valdés (Ausbildung statt Abschiebung AsA e.V.), Almut Schubert (Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit)

Die Zahl der Flüchtlinge in Bonn ist in relativ kurzer Zeit stark angestiegen. Viele Einrichtungen, Organisationen, Initiativen und Gruppen setzen sich haupt- oder ehrenamtlich für Flüchtlinge ein, heißen sie willkommen, beraten, begleiten und unterstützen sie in verschiedenster Weise.  Welche Strukturen sind hierfür vorhanden, was wird benötigt? Wo liegen besondere  Hürden oder auch Chancen für die Integration von Flüchtlingen in Bonn? Dies und mehr sind erste Themen für das künftige Integrationskonzept. 

Workshop 5
Sprachliche Bildung in Schule und Berufsvorbereitung

mit Anke Backhaus (Universität Bonn, Lehrerausbildung im Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache), Claudia Rodemann (Euro-Schulen Bonn, Projektleitung ESF-BAMF), Frank Rosbund (Schulamt für die Stadt Bonn, Untere Schulaufsicht für Haupt- und Förderschulen)

Wie können schulische und außerschulische Akteure dem Auftrag der sprachlichen Bildung  gerecht werden? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um jungen Menschen ein Sprachniveau zu vermitteln, das Sprach- und damit auch Handlungskompetenz für die berufliche Ausbildung ermöglicht? Diese und weitere Fragen werden von Experten/innen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern diskutiert. 

Workshop 6
Empowerment gegen Rassismus und Diskriminierung

mit Marie Theres Aden-Ugbomah (Pädagogisches Zentrum Aachen e.V., GleichBehandlungsBüro)

Praxisbeispiele zum Empowerment-Konzept eröffnen die Diskussion über Unterstützungsformen für Betroffene von Diskriminierung. Wie kommen diskriminierte Personen aus der Ohnmacht raus? Wie können sie aktiv gegen Diskriminierung vorgehen? Welche Rolle spielen dabei lokale Netzwerke und Initiativen? 

Workshop 7
Begrenzt willkommen?! Berufliche Integration von erwachsenen Zuwanderern

mit Victoria Appelbe (Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung), Manfred Kusserow (Agentur für Arbeit Bonn), Günter Schmidt-Klag (Jobcenter Bonn), Birgit van Tessel (Bildungswerk für Friedensarbeit)

In Teilbereichen haben sich die Arbeitsmarktzugänge für Zuwanderer verbessert. Fachkräftemangel und EU-Freizügigkeit machen’s möglich, gesetzliche Restriktionen werden langsam zurückgeschraubt (z.B. bei Flüchtlingen und Asylbewerbern).  Doch wie sieht es mit der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse aus? Wie können die Perspektiven von gering qualifizierten Menschen verbessert werden? Welche Barrieren stehen einer beruflichen Integration immer noch im Weg? 

Workshop 8
Interreligiöser Dialog in Bonn

mit Abdlqalq Azrak (Arbeitskreis Muslime und Christen im Bonner Norden), Claudia Mohadjeri (Bahá'i Gemeinde Bonn), Dr. Johannes Sabel (Katholisches Bildungswerk Bonn), Dr. Beate Sträter (Islambeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bonn)

Die anhaltende Diskussion über den Islam zeigt: Religion ist Privatsache, aber auch ein öffentliches Thema, das oftmals eng mit Integration verknüpft wird. Denn die Vielfalt der Werte, Orientierungen und Lebensentwürfe in der  Einwanderungsgesellschaft ist eine große Herausforderung. Kann der Interreligiöse Dialog zur Verständigung beitragen? Was kann er leisten, was nicht? Welche Rahmenbedingungen und Akteure benötigt er?

Teilnahme und Anmeldung

Eingeladen zur Integrationskonferenz sind alle, die sich in Bonn haupt- oder ehrenamtlich für Vielfalt, Integration und Partizipation einsetzen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Es ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich. Dafür werden folgende Angaben benötigt:

  • Vor- und Zuname
  • Einrichtung/Organisation
  • Kontaktdaten mit Anschrift, Telefon, E-Mail
  • die Nummern und Themen der beiden Workshops, an denen Sie teilnehmen möchten

Sie können nur einen Workshop für die Zeit von 17.30-18.45 Uhr sowie einen weiteren für die Zeit von 19.00-20.15 Uhr auswählen.

Bitte senden Sie Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 17. März 2015 an:

Bundesstadt Bonn
Integrationsbeauftragte
Stabsstelle Integration
Altes Rathaus
Rathausgasse 5-7
53111 Bonn

Fax: 0228 - 77 32 15
E-Mail: integrationsbeauftragte(at)bonn.de

Sie erhalten keine Anmeldebestätigung und werden nur dann benachrichtigt, wenn Ihre Teilnahme nicht möglich sein sollte.

Weitere Informationen

Die Integrationskonferenz ist der Auftakt zur Fortschreibung des kommunalen Integrationskonzeptes. Das erste Integrationskonzept der Bundesstadt Bonn wurde im Jahr 2010 vom Rat beschlossen und 2012 um einen Sachstandsbericht ergänzt. Beide Dokumente können Sie hier herunterladen:

Integrationskonzept der Bundesstadt Bonn
Sachstandsbericht Integrationskonzept 

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