Nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) am Wochenende hisst die Bundesstadt Bonn als Zeichen der Solidarität die Progress-Pride-Flagge am Alten Rathaus. Sie wird dort bis zum kommenden Wochenende, an dem am Samstag, 1. August 2026, auf dem Bonner Münsterplatz die Veranstaltung „CSD Bonn – Beethovens Bunte“ vom Verein „r(h)einqueer“ stattfinden wird, geflaggt bleiben.
„Die Nachricht vom Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin haben die Menschen in Bonn mit großer Bestürzung aufgenommen. Als Oberbürgermeister möchte ich Ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern Berlins im Namen der Bonnerinnen und Bonner und der Kolleginnen und Kollegen in Rat und Stadtverwaltung meine Solidarität und unser aller Mitgefühl übermitteln“, schreibt Bonns Oberbürgermeister Guido Déus an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner.
„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Toten, bei den Verletzten, bei den Hilfs- und Einsatzkräften und bei all denjenigen, die diesen Anschlag miterleben mussten. Sie alle sind eingetreten für Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung“, so Guido Déus weiter. „Der CSD ist eine Demonstration für Vielfalt und die Werte, die unser Grundgesetz schützt und die nicht verhandelbar sind. Als Zeichen unseres Mitgefühls und unserer Solidarität habe ich veranlasst, dass am Alten Rathaus in Bonn die Regenbogenfahne gehisst wird.“
Mit der Beflaggung setzt die Stadt Bonn zugleich auch ein Zeichen der Solidarität und Wertschätzung der queeren Community in Bonn. Die „Progress-Pride“-Flagge erweitert die ursprüngliche Regenbogenfahne um einige Farben und Symbole, um weiteren diskriminierten Gruppen, wie beispielsweise queeren People of Color und Trans-Menschen, mehr Sichtbarkeit zu verleihen.