Das Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Bonn zeigt in Kooperation mit dem Woki-Kino, Bertha-von-Suttner-Platz 1-7, am Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr, den Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ mit anschließendem Zeitzeugengespräch mit İbrahim Arslan. Der Film findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals Siebenjährige überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film der Regisseurin Martina Priessner folgt İbrahim Arslan bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim Arslan und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. Er selbst hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Der Film (FSK 12) dauert 96 Minuten. Im Anschluss steht İbrahim Arslan den Kinobesucher*innen für Fragen zur Verfügung. Tickets gibt es direkt beim WOKI.
Der Film wird auch am Donnerstag, 26. März, jeweils um 9, 10 und 11 Uhr für Schulklassen gezeigt, ebenfalls im Anschluss mit einem Gespräch mit Ibrahim Arslan. Schulen, die teilnehmen wollen, melden sich bitte per E-Mail an integrationundvielfalt(at)bonn.de an.
Filmvorführung „Die Möllner Briefe“ mit Zeitzeugengespräch am 19. März