Kommunales Integrationsmanagement (KIM)
Seit 2022 nimmt die Stadt Bonn am Programm „Kommunales Integrationsmanagement“ (KIM) des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Damit will sie die Teilhabechancen von Menschen mit Flucht- und Einwanderungsgeschichte in Bonn verbessern.
Kommunales Integrationsmanagement verfolgt zwei Zielrichtungen:
- es setzt Impulse zur Weiterentwicklung der kommunalen Strukturen und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Integration in Bonn,
- es unterstützt Menschen mit Flucht- und Einwanderungsgeschichte ganz konkret durch ein persönliches Beratungsangebot: das KIM-Case Management.
Die drei Bausteine des KIM
Das Kommunale Integrationsmanagement besteht aus drei Bausteinen, die miteinander verknüpft sind:
Baustein 1: Koordinierende Stelle und Lenkungsgruppe KIM (Strategische Steuerung)
Die Koordinierende Stelle KIM im Amt für Integration und Vielfalt ist für die Umsetzung des Landesprogramms zuständig. Sie hat die Gesamtsituation in Bonn im Blick und soll die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure stärken. Dies sind neben den Ämtern der Stadt Bonn auch andere Behörden und öffentliche Einrichtungen, sowie Verbände, Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen. Zu den Aufgaben der Koordinierenden Stelle gehört
- die Weiterentwicklung kommunaler Integrationsmaßnahmen,
- die differenzierte Betrachtung der verschiedenen Zielgruppen und Bedarfe,
- die Analyse von strukturellen Hindernissen im Integrationsprozess
- und die Entwicklung passender Lösungsvorschläge.
Das wichtigste Gremium für die Steuerung des Kommunalen Integrationsmanagements ist die Lenkungsgruppe KIM, in der sich Leitungskräfte aus städtischen Ämtern und anderen Institutionen treffen und miteinander abstimmen.
Weitere Informationen:
Flyer Kommunales Integrationsmanagement
Kontakt
Amt für Integration und Vielfalt
Kommunales Integrationsmanagement (KIM)
Koordinierende Stelle
Rathausgasse 5-7
53111 Bonn
0228 772810 und 0228 7760943
kim(at)bonn.de
Baustein 2: Persönliche Beratung und Begleitung (KIM-Case Management)
Das KIM-Case Management steht allen Menschen mit Flucht- und Einwanderungsgeschichte in Bonn offen. Case-Manager*innen beraten und begleiten Einzelpersonen oder Familien bei komplexen Anliegen – gerade dann, wenn viele Fragen zusammenkommen und eine Unterstützung über einen längeren Zeitraum nötig ist. Die Themen richten sich danach, was die Ratsuchenden brauchen. Oft geht es um Fragen zu Aufenthalt, Arbeit und Beruf, Sprachförderung, Familie, Gesundheit oder Wohnen. Wenn es hilfreich ist, stellt das Case Management auch einen Kontakt zu anderen Beratungsstellen oder zu unterstützenden Angeboten her. Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und kostenlos.
Es gibt drei Case Manager*innen bei der Stadt Bonn und vier weitere Stellen bei Vereinen, mit denen die Stadt Bonn eng zusammenarbeitet. Dies sind:
- Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V.
- Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V.
- Heimstatt e.V.
- Kurdische Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn e.V.
Die Erfahrungen aus dem Case Management werden im KIM genutzt, um strukturelle Probleme und mögliche „Bruchstellen“ im Integrationsprozess zu erkennen und zu beheben. Zudem wird deutlich, wo Angebote unzureichend oder lückenhaft sind.
Weitere Informationen:
Flyer KIM-Case Management
Kontakt
Amt für Integration und Vielfalt
KIM-Case Management
Am Hof 28
53111 Bonn
0228 7786940, 0228 7786941 und 0228 7786942
cm-kim(at)bonn.de
Baustein 3: Personelle Verstärkung des Ausländeramts
Die Stadt Bonn hat im Rahmen der Landesförderung drei zusätzliche Personalstellen in der Ausländerbehörde eingerichtet. Das kommt vor allem Eingewanderten mit besonderen Integrationsleistungen zugute, die ihren Aufenthaltsstatus im Rahmen der gesetzlichen Regelungen verbessern möchten. Auch Verfahren zur Einbürgerung können beschleunigt werden.
Bundesstadt Bonn: Ausländeramt
Das Kommunale Integrationsmanagement wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 9 Teilhabe- und Integrationsgesetz.
Links zum Thema
Kommunales Integrationsmanagement: Willkommen in Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen: Kommunales Integrationsmanagement NRW
Bezirksregierung Arnsberg: Kommunales Integrationsmanagement (Informationen zur Förderung)